Was ist der Unterschied zwischen "DVD-Video" und "DVD-ROM"?

Grundsätzlich ist die "DVD" an sich nichts weiter als ein Datenträger. Durch den großen Speicherplatz von bis zu 8,5 GByte ist sie dazu prädestiniert Videomaterial in hoher Qualität zu speichern.

Damit nun der Player des Herstellers X die DVD des Herstellers Y abspielen kann, müssen Standards geschaffen werden. Darin ist festgelegt, wie Video und Audio beschaffen sein müssen, wie die Menüs gemacht sein müssen, welche Befehle für die Programmierung zur Verfügung stehen und vieles mehr.
Diese Spezifikation heißt "DVD-Video". Jedes DVD Medium, dass nach diesen Regeln erstellt wurde, lässt sich auf jedem DVD Player und jeder DVD Player Software abspielen.

Da die DVD-Video die zuerst populär gewordene Anwendung des DVD Mediums war, wurde sie umgangssprachlich als "DVD" bezeichnet.

"DVD-ROM" bezeichnet die Verwendung des DVD Mediums als reinen Datenträger. Damit können für Computeranwendungen große Datenmengen einfach und kostengünstig transportiert werden. So kann man bspw. eine Filmdatei im AVI Format auf eine DVD brennen. Auf dem Computer lässt sich diese mit einem geeigneten Player abspielen. Der DVD Player kann damit nichts anfangen, da die Datei nicht der DVD-Video Spezifikation entspricht.

Trotzdem hat die DVD-ROM ungemein viele Einsatzgebiete: jede erdenkliche Anwendung kann zur Wiedergabe auf einem Computer darauf gespeichert sein. Man kann beliebige Medientypen verwenden. Nicht nur solche, die ein DVD Player wiedergeben kann.

Es ist auch möglich, die beiden DVD Typen auf ein Medium zu bringen. Viele der von uns produzierten DVDs haben einen DVD-Video Teil mit Filmen, die auf dem Fernsehgerät angeschaut werden können, und einen DVD-ROM Teil, der zusätzlich noch Informationen, Präsentationen, interaktive Medien oder ähnliches enthält.

Da viele DVDs, speziell auch im Corporate Bereich, heute auf Computern angeschaut werden, ist eine DVD-ROM – nach Bedarf zusammen mit der DVD-Video – das Medium der Wahl, um Inhalte und Themen zu Ihren Kunden zu bringen.

Zuletzt aktualisiert am 21.04.2010 von Johannes Killinger.

Zurück